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Weihnachten im Michel. Um 17 Uhr mäßig belegt, Heiligabend. Kirchendiener in schwarzen Anzügen. Sie grüßen mit: „Frohe Weihnachten. Nehmen Sie bitte die Mütze ab.“ „Frohe Weihnachten.“ „Frohe Weihnachten. Nehmen Sie bitte die Mütze ab.“ „Frohe Weihnachten.“ „Frohe Weihnachten. Nehmen Sie bitte die Mütze ab.“ „Frohe Weihnachten.“ Besser ist gehen. Meine Gemeinde. Nichts ist freiwillig, zu Jesus hätten sie gesagt: „Glückwunsch zu Ihrer Geburt. Nehmen Sie bitte die Dornenkrone ab.“ Was sie mit Leuten wie Jesus machen, erklärt das Altarbild im Michel sehr deutlich: Da wallt Jesus heran, im weißen Hemd, voller Energie den Leuten seine Meinung zu predigen. Darüber dann das Ende. Zu viel gesagt, vielen passt das nicht, was er sagt. Da oben hängt er nun, am Kreuz. So sind die Menschen. Und sie finden immer eine Erklärung für das, was sie tun. Wenn er sein Kreuz schleppt, was würden heute wie damals die Menschen sagen? Schlepp das doch selber, sagen sie, oder: „selber schuld, was hast du dich so absonderlich aufgeführt!“ Hinterher dann bereuen sie manchmal,es gibt Entschuldigungen, sogar Kerzen, ein Denkmal, ein Mahnmal auch, als sei diese Art Berichtigung bei ihren Untaten schon mit eingeplant. Wenn doch der menschliche Geist mitkäme mit der technischen Entwicklung, aber der hängt fest, und das nicht nur 2000 Jahre, wohl eher 10000 Jahre hoch 8. Rechnet nicht Leute, lernt. Und benutzt das dann nicht gegeneinander.

ZZ

 

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