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In den Medien wird der Hinauswurf von 90 MieterInnen aus dem Hamburger Wohnblock am Spielbudenplatz, Reeperbahn, kräftig geschönt. Die Sorge um das Wohl der Solidargemeinschaft ist zu einseitig: Die Öffentlichkeit soll sich schon beruhigen, wenn 'Hilfe funktioniert', und 'alle dürfen nun ihre Möbel holen', und 'Wohnungen wurden auch gefunden'. Kein Wort darüber, was diese Wohnungen kosten, im Vergleich mit der vorherigen Miete. Da kommt dann zur Sprache, wie sich die Immobilienkaufleute das gerne vorstellen. Die MieterInnen, die bisher ohne staatliche Zuschüsse auskamen, mögen sich doch bitte beim Bezirksamt im Fachamt für Soziales melden, dort können sie die Profiterwartungen der Immobilienkaufleute dann entsprechend ausgleichen. Nebenbei sind alle Daten wie Ersparnisse, Besitz und Arbeitsverhältnisse der MieterInnen zu sammeln, ohne Daten – Striptease kein Zuschuss. Es wird dann 'gewährt' oder 'abgelehnt', die 'AntragstellerInnen' sollen im 'eigenen Interesse' dort auflaufen und gefälligst 'zusammenarbeiten'. Das war die Solidargemeinschaft, wie Immobilienkaufleute sie gerne haben, wenn sie wieder mal Unfrieden stiften, weil ihre Profite nicht hoch genug sind.

Zu Erschütterungen und den eigentlichen Ursachen kein Wort mehr.

Unfrieden gibt es schon, wenn MieterInnen Angst bekommen, in ihren Briefkasten zu schauen. Was wird es diesmal sein? Sind es wieder Dienstleister – Firmen, die sich über Ablesedienste Zugang in die Wohnungen verschaffen? Eine Prognose vom Bertelsmann – Imperium vor zwei Dekaden, dass mit Dienstleistungen viel Geld gemacht werden kann, hat sich erfüllt - und schon gründete dieser Konzern mehrere Tochterfirmen. Auch Arvato Infoscore gehört dazu.

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