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Kritik und Kunst, psychedelic underground music, Ausstellungen und tägliches Miteinander.

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Josef Beuys als Schüttgut

Blatt X, Hungern als Kunstwerk. Eine Arbeit aus dem Jahr 2002.
MA KING OFF GALERIE back 002 Wasser u. Brot HUNGERN V002
Die Enteignung der Arbeit.
Handschriftlich:
WAS ESSE ICH HEUTE? Signatur 27/8 Zip 2002
Artefakt: Kassenbon.
*** m i n i M A L - M A R K T ***
     Brauerknechtsgraben 47
        20459 HH/Neustadt

  PFLANZENMARGARI.         0.49  7
  FR.VOLLMILCH 3.5             0.55  7
  SCHINKENBROT                0.51  7
SUMME     EUR                   1.55 *
GEGEBEN   BAR                  1.55

ENTHALTENE MEHRWERTSTEUER
MWST    7.00%            EUR  0.10
SUMME MWST            EUR  0.10

27.08.2002 12:43 1963 999999 1  719

*** WIR DANKEN FÜR IHREN EINKAUF ***
***IHR VERKAUFSTEAM FREUT SICH AUF ***
***   IHRE NÄCHSTEN BESUCH    ***
usw., Handschriftlich: TRINKEN : LEITUNGSWASSER ☕
(THEMA "KÜNSTLER BEI WASSER & BROT"
ODER: OHNE EINKOMMEN & IMMER NOCH KUNST MACHEN !)

Ratschläge von der Quatschdrossel: Wenn du doch loslassen könntest! Mach doch mal Kunst wie alle das machen. Musst du immer was anderes machen? Das führt zu nichts. Du hast nichts davon.

Alle Arbeit wird enteignet. Eigentum ist wertlos. Da wurde ein Leben lang geschafft und verzichtet, und dann heißt es, da sei zuviel Gleichheit, mach was die Masse macht. Militär, Polizei, Politik - eigentlich recht nutzlose Organisationen, aber deshalb können die sich gut beschäftigen. Erfinden Kriege, denken sich Verhaftungen aus und können das ihr Leben lang vermelden und bequatschen. Sie organisieren Widerstand gegen sich, um den dann Breitschlagen zu können mit viel Trara. Bist du da drin, wirst du gepampert. Nur eins bist du nie: Urheber eigener Gedanken, die du sogar behalten kannst.
Du wurdest von der Geburt an geplant, geprüft und nach Verwendung eingebaut. Alles was du außerhalb tust, wird verbogen, konfisziert, verleumdet. Auch dein Leumund wurde enteignet. Die "ist mir doch egal" Rute prügelt weg, wer dem Schwachsinn gehorcht, zeigt Interesse. Sei glücklich, die selbstzufriedene Kunst ist kontemplativ.
Plagiate sind kein Problem, Josef Beuys wurde zu Schüttgut verarbeitet und bei Helgoland ins Meer gekippt. Sein Wunsch kann das nicht gewesen sein, aber vielleicht eine Idee seiner Frau, die seine Sachen nie wirklich mochte. Vielleicht auch ein Werbegag der beamteten Kunst - Propaganda. Er wollte immer eine Professur, war nur schon längst vor seinem Absturz auf der Krim enteignet. Tataren wollten auf sich aufmerksam machen, waren leider auch schon enteignet. Krieg macht das Ganze dann noch wertloser und beutet Ressourcen und Arbeitskraft aus. Zerstörung von Arbeitskraft ist keine soziale Idee, ob nun Infrastruktur oder unüberlegte Handlungsweisen als Auftrag. Also zerstört nicht die Kunst, lernt lieber mit Liebe.
©W.O.T. zipOz 欧-gang, the art whispering.

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G
dann lern mal n paar Mossmann Songs... https://freiburg-schwarzwald.de/mossmann-lieder.pdf<br /> <br /> LIED VOM LEISTUNGSGERECHTEN TOD<br /> Die Stadt kauft ein, die Luft ist lau.<br /> Da singt ein Mann, der Mann ist blau.<br /> Sternhagelvoll singt der’n Choral<br /> vom süßen Trost im Jammertal.<br /> Was für ein Jammer hat der wohl?<br /> Und was für’n Trost im Alkohol?<br /> 50<br /> Die Leute schaun zum Münster hoch.<br /> Der Mann pfeift aus dem letzten Loch,<br /> die Wermutflasche in der Hand<br /> steht der zum Abschuss an der Wand.<br /> Der fiel doch so vom Him<br /> m<br /> el nicht,<br /> der war doch m<br /> al mit m<br /> ir auf Schicht.<br /> Der war so krum<br /> m wie ich und du<br /> auf Arbeit ohne Lust und Ruh,<br /> dann arbeitslos, das alte Lied:<br /> die Krise bricht das schwächste Glied.<br /> Verschlossen war ihm Tür und Tor,<br /> im Winterschnee stand er davor.<br /> Dann nach paar Mmonat Arbeitsamt<br /> ist er nicht m<br /> ehr ins Amt gerannt,<br /> er war nicht clever, und auch alt<br /> und roch nach Schnaps, ihm war so kalt.<br /> Der Frühling kam<br /> , die Erd schlug aus,<br /> da war er reif fürs Arbeitshaus.<br /> Erst im Akkord ein armes Schwein,<br /> dann auf’<br /> m Müll mit Stempelschein,<br /> dann bloß noch die soziale Last,<br /> hier m<br /> al ein Bruch und dort im Knast.<br /> Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt,<br /> wenn einer so zu Boden fällt?<br /> Der Bischof glänzt im Goldornat.<br /> Die Kirche küsst den Vater Staat.<br /> Der Aufschwung kom<br /> m<br /> t! Es werde Licht!<br /> sagt uns ein Fernseh-Grinsgesicht.<br /> So wollen wir all danken dir,<br /> unserm Erlöser für und für.<br /> Die Stadt kauft ein, die Luft ist lau.<br /> Da fällt ein Mensch, der Mensch ist blau.<br /> Die Leute gehen schnell vorbei<br /> und denken from<br /> m an Polizei.<br /> Da leidet einer große Not,<br /> vor Augen steht der kalte Tod.<br /> Es stirbt sich schnell in diesem Staat,<br /> wo jeder seine Chance hat,<br /> wenn oben einer arriviert,<br /> dann bloß, weil unten wer krepiert.<br /> Ihr Wolken brecht und kotzt euch aus<br /> aufs Gottes- und aufs Herrenhaus!
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