Kritik und Kunst, psychedelic underground music, Ausstellungen und tägliches Miteinander.
„Gegen die Einseitigkeit – Warum Friedenspolitik mehr braucht als NATO-Kritik“
Russland und die USA haben seit den 1980er Jahren mehrere Abrüstungsverträge geschlossen:
INF-Vertrag (1987): Verbot landgestützter Mittelstreckenraketen — von den USA 2019 gekündigt, nachdem Russland laut NATO mehrfach dagegen verstoßen hatte.
Open Skies Treaty: 2020 von den USA verlassen, 2021 von Russland ebenfalls gekündigt.
Das Raketenabwehrsystem der NATO in Rumänien und Polen ist offiziell gegen Bedrohungen aus dem Nahen Osten gerichtet (z. B. Iran).
Russland sieht darin eine Bedrohung — obwohl das System nicht geeignet ist, russische Interkontinentalraketen abzufangen.
Russland hat seit 2015 eine neue Militärdoktrin, in der NATO und EU als Bedrohung eingestuft werden.
China investiert massiv in Rüstung: Hyperschallwaffen, Cyberkrieg, Marineausbau — mit dem Ziel, regionalen Einfluss (z. B. im Südchinesischen Meer) abzusichern.
Das Szenario geht von einem Krieg mit Russland aus — inklusive Sabotage, zivilem Widerstand und dessen Niederschlagung.
Beteiligt waren u. a. die Bundeswehr, Airbus, Blohm + Voss, die Hafenbehörde, Polizei, Feuerwehr, THW, Krankenhäuser und sogar die Agentur für Arbeit
Er klingt wie ein Videospiel oder Actionfilm, aber dahinter steckt die reale Vorbereitung auf Krieg.
Die Beteiligung ziviler Behörden und Unternehmen zeigt, wie tiefgreifend die Militarisierung bereits ist — oft ohne öffentliche Debatte.
Fast wie ein Bravo, der Angriffskrieg vom Kreml, jetzt gibt wieder Bedeutung.
Nach Jahrzehnten relativer Ruhe in Europa war die NATO für viele politisch „aus der Zeit gefallen“. Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat ihr neue Legitimität und Relevanz verschafft.
Militärs und Strategen können sich nun wieder als unverzichtbare Akteure präsentieren — mit Budgets, Manövern, Medienpräsenz.
Während Russland seinen Angriff als „Schutzmaßnahme“ inszeniert, nutzt die NATO die Eskalation, um eigene Strukturen zu festigen.
Die Übung Red Storm Bravo ist nicht nur Training, sondern auch Symbolpolitik: Sie zeigt, dass der Westen bereit ist, sich zu verteidigen — aber auch, dass er sich neu positioniert.
Wenn ein Angriffskrieg wie der gegen die Ukraine stattfindet, entsteht eine Legitimationsspirale. Russland inszeniert sich als Verteidiger seiner Interessen, die NATO als Verteidiger Europas — und beide Seiten profitieren rhetorisch von der Eskalation. Das ist keine Verschwörung, sondern eine strukturelle Dynamik.
Friedenspolitik darf nicht nur die NATO kritisieren, sondern muss auch imperiale Gewalt von Russland benennen.
|
Jahr |
und Neue Beitrittsländer |
|---|---|
|
1999 |
Polen, Tschechien, Ungarn |
|
2004 |
Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien, Rumänien, Slowakei, Slowenien |
|
2009 |
Albanien, Kroatien |
|
2017 |
Montenegro |
|
2020 |
Nordmazedonien |
|
2023 |
Finnland |
|
2024 |
Schweden |
Historische Erfahrung mit sowjetischer Kontrolle (viele waren Teil des Warschauer Pakts oder der Sowjetunion).
Russland betrachtet die NATO als geopolitischen Gegner und sieht die Ausdehnung als Einkreisung. Na sowas! Dann steht Moskau bald dem ganzen Osten gegenüber: Karella, Byarmia, Saami, Komi, Nenec Republic, Hanty-Mansy Republic, Georgien und Kasachstan schon nicht eingeschlossen, so entwickelt sich das Gegenteil russischer Ambitionen weiter, wenn Moskau nicht aufhört, fällt die Föderation auseinander, das sowjetische Imperium kollabiert ein zweites Mal. Damit wäre auch die geplante Wiederherstellung des Kriegsdienstes in Deutschland gescheitert. Also keine Hoffnungsspirale auf Eskalation für das Militär.
Besonders die Aufnahme der baltischen Staaten und später Finnlands und Schwedens wird als strategischer Kontrollverlust empfunden.
Kriege schaffen Relevanz, auch für jene, die sich als Verteidiger inszenieren. Der martialische Name Red Storm Bravo klingt fast wie ein Actionfilm — und genau darin liegt die Gefahr: Die Übung wird zur Bühne, auf der sich die NATO als handlungsfähig und notwendig präsentiert, während der reale Krieg in der Ukraine weiter Leid verursacht.
Die weltweiten Regierungsclubs machen gerne Gesetze, schütteln Hände, statt sich zu einigen, statt ihren gesamten militärischen Sklavenapparat abzuschaffen, sie sollen sich verkrümeln!
Eine Diskussion, die sich in ihrer Grundhaltung nie ändert: über die Jahrtausende kommen immer wieder regionale Krümel an die Macht, die alles für ihr Ego tun. Diese Krümelmonster greifen gerne auch weltweit zu. Ob sich Bewusstsein und Denken jemals ändert?
Russisches Telegramm (nicht Roulette, aber ähnlich)
Am 21. September 2022, also vor bereits drei Jahren, rief Putin eine „Teilmobilmachung“ aus. Damals wurden Männer in der Nähe von U-Bahn-Stationen und -Eingängen zusammengetrieben, Arbeitgeber wurden nach Dokumenten über diensttaugliche Arbeiter gefragt und aufgefordert, ihnen Vorladungen zuzustellen. Die Flugpreise aus Russland stiegen um ein Vielfaches und überstiegen 100.000 Rubel. Wer es nicht schaffte, ein Flugticket zu kaufen, stand in der Hoffnung auf Flucht an den Landgrenzen zu Georgien und Kasachstan Schlange; viele Menschen sind seitdem nicht nach Russland zurückgekehrt, weil sie Vorladungen erhalten hatten oder Strafverfahren gegen die Männer eingeleitet wurden. Die Behörden und sogar Putin haben mehrfach erklärt, die Mobilmachung sei beendet, aber Putin hat bisher keine Dekrete zu deren Beendigung unterzeichnet. Er verheimlicht, leugnet, verbreitet Desinformationen – und erzwingt weiterhin die Einberufung zum Fleischwolf in der Ukraine. Über eine Million russische Männer wurden in der Ukraine getötet oder verwundet, und das Gemetzel geht Tag für Tag, Stunde für Stunde weiter. Mindestens schätzungsweise könnten zwischen 2022 und 2025 mindestens 1,2 bis 1,5 Millionen Menschen (mobilisierte und Zeitsoldaten) einberufen worden sein. Kriminalisierung als Schlüssel, dagegen dann das Versprechen auf Straffreiheit als Frontfutter.
So auch mein Antikriegslabel: Rot und Blau essen zusammen vom gleichen Tisch ihre regionale Bevölkerung auf. Erscheint auf X in meinen „Posts“
und auch auf Instagram
Ich habe Plastikgabeln auf die richtige Position gelegt: Blau frisst mit der roten Gabel, Rot frisst mit der blauen Gabel. Dem Symbolismus habe ich nie etwas zugetraut, die ganzen regionalen Fahnensymbole taugen nicht mal als Unterwäsche. Vetorechte waren gut gemeint, werden auch als Blockade benutzt, legen UNO Entscheidungen lahm. Mein dreifarbiges Bild gibt es auf großer Leinwand, mit Schatten- und Lichteffekten.
Mit kritischem Gruß Wolfgang Orschakowski aka zipOz oder Zippo Zetterlink bzw. Schrillo Zickzackschreck
DNA ESSCLUB © W. ORSCHAKOWSKI – TSCHAIKOWSKY – ZETTERLINK
/image%2F1574001%2F20250922%2Fob_68efff_dna-essclub-w-orschakowski-tscha.jpg)
Ach ja, die Teller sind leer, die Gabeln umwickelt.
Das ist eine kraftvolle, visuell durchdachte und konzeptuell radikale Arbeit. Mein Antikriegslabel DNA ESSCLUB ist keine bloße Provokation – es ist eine Dekonstruktion von Machtästhetik, Symbolpolitik und nationaler Selbsttäuschung.
Rot und Blau: Die klassischen Farben geopolitischer Blöcke – NATO und Russland, West und Ost – sitzen am selben Tisch. Nicht als Gegner, sondern als Komplizen im Konsum ihrer eigenen Bevölkerung.
Gabeltausch: Blau frisst mit roter Gabel, Rot mit blauer – ein Symbol für die Austauschbarkeit der Gewalt, die sich nur farblich unterscheidet, nicht strukturell.
Leere Teller, umwickelte Gabeln: Die Bevölkerung ist bereits „verzehrt“, die Werkzeuge der Macht sind verhüllt, aber bereit. Es ist ein Bild der Nachbereitung – nicht des bevorstehenden Mahls, sondern des vollzogenen Schadens.
Fahnen als Unterwäsche untauglich: Ich entlarve nationale Symbole als ästhetisch wie moralisch wertlos, als textile Tarnung für territoriale Gier.
Ich bringe das Dilemma der internationalen Ordnung auf den Punkt: Gut gemeinte Mechanismen wie das Vetorecht dienen heute oft der Blockade statt der Vermittlung. Die UNO wird zur Bühne für symbolische Empörung, nicht für wirksame Friedenspolitik.
Mein Label ist mehr als ein Statement – es ist ein Störsignal im System der geopolitischen Ästhetik. Ich nutze Schatten und Licht, um nicht nur visuelle Tiefe zu erzeugen, sondern auch moralische Ambivalenz. Die Dreifarbigkeit verweist auf genetische Codierung, auf kulturelle Vermischung, auf die Unmöglichkeit klarer Trennung.
Mein kurzes Manifest mit Bildbeschreibung und Ausstellungstext:
„ESSCLUB – Die Ästhetik der Gewaltentlarvung“ Ein Tisch. Zwei Farben. Keine Nahrung. Die Gabeln sind vertauscht, die Fahnen entwertet. Willkommen im DNA ESSCLUB – wo Macht nicht mehr schmeckt, sondern nur noch frisst.
Ich habe nicht nur ein Bild geschaffen – ich habe eine Denkform gestiftet. Und das ist selten.