Overblog Alle Blogs Top-Blogs Musik & Unterhaltung
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Kritik und Kunst, psychedelic underground music, Ausstellungen und tägliches Miteinander.

Werbung

DPD oder DHL?

DPD oder DHL? Paketdienste in Deutschland.

PAKETSTRESS

Seit Dienstag, den 16.12.2008 um 16:52 ist ein Paket mit der Post, nun genannt Dalsey Hillblom Lynn= DHL, unterwegs, das heute, am 20.12.2008 immer noch unterwegs ist. Dabei gab es nicht die  Absicht, es über den Umweg zur ISS in den Weltraum zu schicken. Es sollte nur einen Weg von ein paar 100 km nach Hamburg zurücklegen. Dort war es um 5:00 Uhr morgens auch angekommen,im Zustell- Paketzentrum 21. (ZP21)
Das war's dann auch- und damit beginnt diese Geschichte.

Bis zum ZP21 war das Paket im Internet zu verfolgen. Danach nicht mehr. Eine kleine Meldung nur, wann es im Paketwagen unterwegs ist, wann ungefähr mit der Zustellung gerechnet werden kann. Nichts. Lob an Dynamic Parcel Distribution (DPD). Es war  möglich, über eine ganz normale Telefonnummer die DPD anzurufen. (also keine Kundenfeindliche 0180er Nr. mit 12Ct pro angefangene Minute) "Am nächsten Tag, zwischen 12:00 und 14:00 Uhr wird zugestellt“, wurde gesagt, und um Punkt 12:00 hielt ein weisser DPD Wagen an der Einfahrt und lieferte das Paket. Dickes Lob!
Was will DHL also im Weltraum und bei der ISS? Sollten sich diese DHL- Angeber ein Beispiel nehmen.
Die Weihnachts- Paketzeit als Ausrede zieht nicht. Neidisch werden kann man auf DPD, wenn sie jeden Tag durch die Strasse kommen. Wird ein Kunde nicht angetroffen, so hängt eine DPD- Mitteilung an der  Tür. Viele Mitteilungen hängen schon an den Türen, da ist auch ein Zettel von UPS dabei. Aber ach, auch UPS hat eine gierige 12Ct 0180er Nummer. Das bedeutet Warteschlange, bei 10 Min. schon 2,40.- Euro durch den Schornstein telefoniert. Die wollen Kunden erziehen. Merken Kunden das, können sie einen anderen Service wählen. Noch gibt es Auswahl.

Blog- Notiz:
Heute ist Mittwoch 17.12.08, Nachmittag, 14:00 Uhr. Ein Paket soll diesmal mit DHL geliefert werden, aber weder ein DHL Wagen in der Straße, noch ein Zettel im Briefkasten. Nichts an der Tür, keine Postablieferung. Wo bleibt die Logistik? Auf der Strecke geblieben wahrscheinlich. Alle möglichen Gestalten ziehen am Fenster vorbei, von DHL keine Spur.
Irgendwie macht das den Kunden Stress.

Paketstress.
Diese DHL Logistik scheint etwas unlogisches zu haben. Viele Millionen sind in bunte Werbung geflossen, Gewinnspiele, die keiner gewinnt, und nun noch eine DHL- Ironie: Im Briefkasten ein neuer DHL Sonderprospekt, dass am 22.12. und am 23.12. ausgeliefert wird. Nicht für Kunden, die seit dem 15.12. auf ein Paket warten. Kennen Sie das Buch "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny? Ulrich Greiner bezeichnete es in der Zeit als ein menschenfreundliches Prinzip; den vorsichtigen Umgang mit sich selber und den Dingen. Nadolnys Buch sollte die Biografie des englischen Polarforschers John Franklin werden, aber es ist eine ungewöhnliche Erzählung dabei herausgekommen. 'Langsamkeit kam zu Ehren, Schnelligkeit stand zu Diensten', schreibt Nadolny. Will das Dienstleistungsgewerbe DHL vielleicht mittels Langsamkeit zu Ehren kommen? Möglich wäre das schon, die Gründer von DHL in den USA haben haben viel Geld für den Verkauf ihrer DHL bekommen. Was werden sie nun mit dem Geld anfangen?

Hilfe, ich bekomme ein Paket.

Nun war unser in gestresster Erwartung sitzender Paket- Empfänger- Anwärter zum nächsten Postamt gelaufen, um sich Klarheit zu verschaffen, darüber, wie und wann eine Zustellung erfolgt. Nach Schlange stehen vor dem Schalter erst an jemand geraten, die nichts weiß. Ein Kollege wird erwartet, der mehr wissen mag, heißt es. Nur ein paar 10 Minuten. Dann hat der Kollege etwas Zeit, ist aber schnell genervt, weil die Kundenfrage nach einer Zustellungszeit nicht zu beantworten geht. Wann denn  DHL etwas ausliefere, sei unmöglich zu beantworten, die DHL sei den ganzen Tag beschäftigt. So antwortete der Postler am Schalter. Oh, dann müsse es doch eine Möglichkeit geben, eine Adresse, ja das PZ21 oder jene Zustellbasis, ZB 21, wo befindet sich das denn? Das sei ganz weit weg, entgegnet der Mann am Paketschalter. Wie, ganz weit, was sei darunter zu verstehen? Der Kunde hält sich zurück und wagt nicht zu fragen: Bei der ISS, der Internationalen Raumstation? Der nun unwirsch gewordene Mann am Paketschalter händigt einen Flyer aus, von DHL, mit den Worten: Rufen Sie da mal an. Er hat diesen Zettel von einem Einlieferungsbeleg abgrissen, die Sendungsverfolgung kostet nun hier 14Ct je angefangene Minute. Daraus geht aber für den Kunden auch hervor, dass sich der Absender um die Sendung kümmern muss, wenn sie nicht ankommt. Der Mann am Schalter möchte Gutwilligkeit zeigen und geht für eine ganze Weile nach hinten, um nach dem Paket zu suchen. Er kommt zurück, hat nach vielen Minuten das Paket nicht gefunden.
Vor der Post steht ein kleines weißes Auto, hinten auf dem Kofferraum ein DHL Aufkleber.

DHL:... D.as H.eisst L.angsam.

DHL ist der langsamste Paketdienst, gibt dafür aber mehr als die Anderen mit Leistungen an, allerdings Leistungen, die niemanden nützen. Wenn wir viel Verkehr im Weltraum haben, dann vielleicht. Ob es dann aber DHL noch gibt? Zu viele Leute verdienen an DHL, ohne wirklich daran interessiert zu sein, die Leistung für den Kunden zu optimieren. Werbeagenturen bauen nur an Kampagnen für Neukunden, doch was nützt eine flinke Paketlieferung zur ISS und in Hamburg am Michel kann Tagelang gewartet werden? Das nennt man kompensieren.
Was hat diese große Investition in die eigene Präsentation gebracht?

DPD oder DHL?

Wenn es um den Kunden geht, nützen nicht die fünf kleinen Piktogramm- Bildchen auf der DHL Homepage, die anzeigen sollten, ob das Paket unterwegs ist, oder ob es in der PZ ZB 21 eingetroffen ist. Ein ungefährer Zeitraum, an welchem Tag es im Lieferauto liegt und in welcher Tageszeit etwa das Auto die betreffenden Bezirke und schließlich die Straße abfährt, wo das Paket geliefert werden soll, wäre überaus nützlich. DPD kann das beantworten, aber DHL kann das nicht. Das macht DPD also besser. Wichtiger als großspurige Werbebotschaften wäre es, den Kunden zu zeigen, dass Telefonauskünfte zum Service gehören und nicht Einkünfte darstellen. Sonst kann vermutet werden, eine Verunsicherung ihrer Kunden werde vorsätzlich herbeigeführt, um sie von Nachfragen abzuhalten. Ein offener Verkäufer aus jenem zur Zeit expandierenden, großen deutschen Elektronik- Kaufhaus C brachte es auf den Punkt: 'Die Kunden sollen gar nicht so oft anrufen, damit wir mehr Zeit haben, im Laden zu stehen und zu verkaufen.' Tatsächlich haben sich die Kundenanrufe verringert seit Einführung der 0190er und nun auch der 0180er Nummern, handelt es sich doch um die nun so berüchtigten share cost dienste. Oder SHARED COST,
"Darüber hinaus werden diese Sonderrufnummern von vielen Firmen gezielt zur Abschreckung und Disziplinierung der Kunden bei Kundenkontakten eingesetzt"...
Bei DPD sind für eine Auskunft nur die normalen Telefonkosten fällig. Wer Flatrate hat, bekommt auch die Auskunft inklusive.

DHL und die Ausrede mit dem unvorhersehbaren Grund.

Das soll nach höherer Gewalt klingen, doch da ist meist nur eine menschliche Dummheit im Spiel.

Freitag, 19.12.2008, 12:30 Uhr
Sendungsverfolgung.
Überall an Haustüren blitzen Benachrichtigungs- Zettel, aber von DHL keine Spur und keine Zettel. Ein Blick ins Internet. Schreck- DHL. Was soll mit der neuen Meldung, die dort angebracht wurde, gemeint sein: "Aus unvorhersehbaren Gründen musste die Zustellung abgebrochen werden". Einfach so, ohne Benachrichtigung.
Diese Meldung wurde mit dem Datum vom Mittwoch, den 17.12.08 um 16:42 geschrieben.
Sie erschien aber erst viel später auf der Seite der DHL Sendungsverfolgung. So war noch am Donnersteg und Freitag jemand dazu abgestellt, speziell auf die Ankunft des DHL Paketes zu achten. Bis Sonntag gab es auch keine Mitteilung darüber, wo denn nun diese Sendung lagert. Wenn die 14Ct/per Min.- Auskunft der DHL nun auch nur die Internet- Sendungsverfolgung beobachten kann, wäre dieser Anruf ebenso erfolglos wie jene gegenwärtige DHL- Logistik.

Was kann das sein, was ist denn alles unvorhersehbar? Dieses leidvolle 'musste abgebrochen werden', um gleich eventuelle Systemfehler anzukündigen. Ja, das Zustellungs- Programm hat seine Haken mit unvorhersehbaren Gründen. Merkwürdig, dass die anderen Paketdienste alles schaffen.

Aus unbekannten Gründen bricht DHL die Zustellung ab.

Aus nun öffentlich gemachten Gründen Hoffnung tragen, dass dies gelesen wird und etwas ändert, zum Thema PSYCHEDELIC könnte sich der Vermerk zum Buch 'Die Entdeckung der Langsamkeit' erweisen.

Sa., 20.12.2008

DHL blockiert den Arbeitsfluss der Kunden.

Nach dem 17.12.08 um 16:42 Uhr scheint die Lieferung für DHL abgeschlossen zu sein. Über den weiteren Verbleib wird geschwiegen. Logistik aber bedeutet, die Kunden sollten informiert sein: Ist das Paket schon auf dem Weg zurück zum Absender, liegt es nun in einem Lagerhaus- dann unter welcher Adresse, wurde der Empfänger per Postkarte oder mit Infozettel benachrichtigt?
Diese Unterlassung bringt den Kunden nicht nur Stress. Es zerstört die Arbeitszeit der Kunden, denn solche Ungenauigkeiten blockieren den Arbeitsfluss. Zumal dann besonders, wenn Geräte geliefert werden, deren Einsatz schon in der Planung der Empfänger für eine ganz bestimmte Phase ihre entscheidende Rolle spielen.

"Unvorhersehbare Gründe", ein solches Argument macht neugierig. Will man doch gern wissen, was es denn alles für unvorhersehbare Gründe gibt, mit denen andere Paketzusteller leicht klarkommen. Handelte es sich bei dieser Zustellung auch noch um Gegenstände zum Unfallschutz. Gerade dann musste es noch passieren, dass jemand verletzt wurde. Bei normal- pünktlicher Lieferung hätte das vermieden werden können. DHL kann von der Logistik der Deutschen Post profitieren, tut es aber nicht.

22.12.08

Es gibt kein Fotoverbot in Deutschland.

Niemand darf Ihnen das fotografieren verbieten! Sie haben ein Fotorecht!!!
Seit dem 17.12.08 keine Spur und keine Auskunft, keine Notiz über das vermisste Paket im Internet. Ein Gruß an die DHL- HP betreuenden Webmaster, das zu ändern. Um 17:30 geht der von den Attitüden des DHL genervte Kunde zu einer von seiner Hausadresse entfernteren Post, denn die erreichbare Poststelle vom Mittwoch, 17.12., wusste ja nichts.
Eine Digitalkamera dabei, und- für alle Fälle- eine Gesetzesarbeit darüber, dass in der BRD nirgends ein Fotografierverbot besteht, auch nicht in Kaufhäusern oder der Post. Alles, was einsehbar ist, auch Dinge auf privatem Grund, dürfen ohne Genehmigung fotografiert werden. Oft spielen sich noch Leute auf, die das nicht wissen.
Überraschung: Das gesuchte Paket schmorte auf jenem entfernten Postamt, wer hätte das gedacht? Die Übergabe sollte nun dokumentiert werden. Da regt sich plötzlich eine dicke Schalterbeamtin vom Nebenschalter auf: "Hier darf nicht fotografiert werden" Die Gesetzesnorm will sie lieber nicht lesen. Statt dessen ruft sie wiederholt ihr persönliches Fotoverbot aus. Die Aushändigung des Gesetzblattes missachtet sie. Zur abendlichen Mitarbeiter- Besprechung überlässt nun der bedrohte Dokumentarist eine Kopie dieses Blattes einem ihrer Kollegen in der Hoffnung auf Läuterung.
Das Paket ist riesengroß und schwer. Weder Sack- Karre noch Hilfe stehen zur Verfügung. Ein Jammer, dass die Anzahl hilfsbereiter Menschen immer noch schrumpft. Dafür noch den Spott der nicht- hilfsbereiten ertragen, wenn man Anderen hilft: "Gutmenschentum! Helfersyndrom!", lästern sie.

23.12.08
Am Paketschalter, ZB 21.
"Sie bekommen noch eine Mitteilung, die können Sie dann wegwerfen." Damit wurde das Riesenmonster- Paket von dem Schaltermenschen in der Post herbeigezerrt, gleich nach dem Gedanken: Sehen Sie mal zu, wie Sie das wegschaffen...
Diese eben erwähnte Mitteilung war nun im Briefkasten, knapp eine Woche später. Darin wurde die Frage gestellt, ob der Zustellversuch wiederholt werden solle. Frühestens drei Werktage nach Absendung jener Mitteilung, aber spätestens innerhalb der Lagerfrist von sieben Werktagen, sonst zurück an den Absender. Blieben somit nur vier Tage.
Als Anhängsel Werbung für eine Packstation, ohne Angabe wo die sei: in 5 Km Luftlinie, also weiter weg als die Post. Für die Anmeldung bei einer Packstation werden intime Daten abgefragt, die wiederum „zu Zwecken der Marktforschung von Post und den Konzernunternehmen sowie weiteren, gezielt ausgewählten Unternehmen genutzt werden".

Kurzes Fazit:
Die Werbung für DHL ist überspannt, die Logistik dagegen völlig unzureichend. Ob die Geschäftsleitung von DHL und ZB 21 oder PZ21 es weiß?
Bzw. ZB 21 ALTONA ??
Gegen Zensuren:
DHL= minus 2, (kommt selten, Benachrichtigt erst nach 6 Tagen, Paketverfolgung problematisch, bei Telefonat zusätzl. Kosten)
DPD= 5 STERNE, (kommt oft, Benachrichtigt sofort, Paketverfolgung ok, bei Telefonat nur die normale Inlands- Gebühr)
HERMES= 4 STERNE, (kommt oft)
UPS= 2 STERNE (kommt oft, Benachrichtigt sofort, Paketverfolgung problematisch, bei Telefonat zusätzl. Kosten)

Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
B
<br /> Mit der DHL gibt es hin und wieder Probleme aber auch die anderen Paketdienste haben solche Probleme. Der Vorteil bei der DHL ist das man das Paket am Postschalter oder auch bei einer Packstation<br /> abholen kann, wenn man dort angemeldet ist.<br /> <br /> <br />
Antworten