Kritik und Kunst, psychedelic underground music, Ausstellungen und tägliches Miteinander.
Aber lasst uns nun die windigsten (wehen von Berlin und
München durch Hamburg), nutzlosesten oder übelsten
Professoren/innen und Kommissionen positiv einschätzen,
ihre Worte als guten Rat erachten, das macht uns selbst
in ihren Augen wertvoll. Sie argwöhnen bei Studenten oder
jenen, die dem Betrieb außerhalb stehen, die kein Gehalt
mit Steuerabzug, Versicherung und Rentenerwartung haben,
eine Form der Selbstüberschätzung.
Hier träfe aber Fehleinschätzung auf Fehleinschätzung.
Daher auch manch ironische Professoren - Bemerkung wie:
"Die Prüfung nicht ernst nehmen."
Sie wollen eine Demonstration von Arbeit sehen, auch
wenn ihre Kritik meist hinterher hängt. Als müssten
sie sich etwas für die Prüfung aufsparen, was sie schon
vorher als Tipp hätten bereit stellen können.
Hier mangelt es am Zusammenwirken, ein Manko
an professoraler Aufmerksamkeit, dafür gibt es einen
gezielten Überschuss an Eigensinn, und das ist weder
dem ASTA noch der studentischen
Professoren - Bewertungs- Kommission
aufgefallen: Die Professoren - Leistung wurde
bisher nach Aktivitäten und Veröffentlichungen der
Professoren bewertet. So auch besonders von
Studis und deren Bewertungen, damit haben sie aber
nur ein Machtgefüge kopiert und erhalten.
Das gibt es zu überdenken. Es genügt nicht, wenn ein
Professor/in sich die Ehre gibt,
'mit den Studis saufen zu gehen', oder dringende
Fragen in belanglose Gespräche überführt.
Eine Uni, eine Hochschule ist ein Schirm,
eine Sicherheit, das mit der Professur ein
sicheres Gehalt und viel Bewegungsraum bietet.
Die Studis haben das im Prinzip überhaupt nicht,
und genau deshalb sei die Bewertung einer
Professur nicht auf deren Aktivitäten und Veröffentlichungen
zurückzuführen, sondern auf deren Zusammenwirken mit ihren Studis.
Dafür werden sie eingestellt, nicht für ihre Preise oder
Auszeichnungen, die sie bekommen haben.
Wenn Studis sich an Hochschulen einschreiben konnten,
dann müssen die Professorinnen und Professoren
für sie Zeit haben, immer für sie da sein, und nicht mit ihrer Kritik
vielleicht bis zur Abschlussprüfung warten, um sich dann
an ihrem Status zu wärmen, in ihrem Eigensinn.
Kunst und Wissenschaft leiden unter dieser Einstellung.
Wolf O.
was meint ihr dazu?