Kritik und Kunst, psychedelic underground music, Ausstellungen und tägliches Miteinander.
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Zeichnung: HU MANITY aus too much industrial, Ausschnitt. ©W.O.T. ZipOz MA KING OFF GALLERY... Oma hat ihre Impfzettel in den Papiercontainer geworfen! „Was wollen die eigentlich?“, fragt sie. „Pandemie bekämpfen oder mir Englisch beibringen? Zuerst hieß es einmal impfen, dafür durfte ich dann einmal ins Theater mit anderen. Dann nach ein paar Wochen sollte ich zu einer Auffrischung, ich hatte mich kaum erholt vom Impfschock, musste der aufgefrischt werden? Sei notwendig, wurde mir erklärt, die Wirkung ginge schnell verloren. Na gut, ehe es peinlich wird. Nun aber kommen die mir mit Raketentechnologie: Ich hätte Booster nötig, alle paar Wochen jetzt, oder alle drei Monate, sonst dürfe ich nicht mehr mit der Bahn fahren. Durch das viele Impfen sei ich nun selbst zu einem Ansteckungsrisiko geworden. Ich dachte zuerst, nach dem Impfen kann ich mal wieder ohne Maske raus. Ich lasse mir die Zehennägel wachsen, aus Protest.“ Zwanzig Centimeter schon, allerhand. „steht unser Haus noch?“ - „mein Bruder hat es verkauft, ich konnte nichts dagegen machen. Mutter hasst Prozesse in der Verwandtschaft. Der Immobilienhai hat es abreißen lassen, wegen der Regensteuer. Es tut mir leid um unser Haus, Oma. Und dass mein Bruder dich da nicht mehr haben will. Ich habe ihn angerufen, er sagte dass er es nicht mehr aushalte, dauernd laufen die Verwandten die Treppe zu dir rauf, weil sie dich jeden Tag besuchen. Sie wohnen ja auch alle in der Nähe. Er hat ihnen die Haustürschlüssel weggenommen, so dass du jedes Mal die Treppe hinunter steigen musstest, um aufzumachen. Deshalb hat mein Bruder dich hier ins Heim gesteckt. Du hättest unser Haus nicht meiner Mutter so früh schenken sollen, dann hätte sie es meinem Bruder nicht schenken können und der hätte kein Recht, dich rauszuwerfen.“ „das war nicht abzusehen damals.“ „ich habe es geahnt, als sie mich rausgeworfen haben. Es ist wie bei deinen Impfungen. Wir wissen nicht, was wirklich los ist. Da werden uns Dinge erzählt, die wir nicht beweisen können. Du wolltest es allen recht machen, und jetzt sollst du geboostet werden.“ „was ist das?“ „ein Treibstoff, ich kenne das auch nur als etwas zum Anschieben.“ „meinst du, das ist Schiebung?“ „Schiebung ist wohl auch dabei. Das ist kein Geheimnis. Wenigstens in den Worten kann ein Wink verborgen sein. Corona heißt ja auch nichts weiter als Krönung. Die Krönung alles dessen, was du bisher so kennst.“ „ich will aber nicht mehr hin- und her geschoben werden. Ich bin kein Möbelstück.“ „dann kannst du es aber auch nicht mehr allen recht machen.“ „ich hatte gewählt, weil das Klimaprotest- Mädchen vor dem Reichstag reden durfte.“ „Greta Thunberg? Ihre Rede fand ich auch ganz gut. Aber Corona hilft der Regierung, alle Themen zu verdrängen, zu denen ihnen wenig einfällt.“ „die sind nun nach der Wahl noch einfältiger und bedrängen mich persönlich.“ „ja Oma, die Regierung versteht sich über ihre Drohszenarien. Das haben sie in der Wilhelmstraße gelernt, wo jetzt der Öffentliche Rundfunk residiert. Die haben das vorgemacht, mit ihren Zwangsvollstreckungen und Verhaftungen, besonders seit ihrer Selbstermächtigung von 2013 mit ihren Medienstaatsverträgen. Wenn jemand was dagegen sagt, benutzen sie JOURNALISTISCHE FREIHEIT als ihr Schlüsselwort. Aber sie wollen erziehen, deshalb wirst du behandelt wie ein unartiges Kind.“ „ich höre Deutschlandfunk. Da gibt es sogar verschiedene Ansichten“ „muss ja, aber Entscheidungen trifft die Regierung. Sie erlaubt dir keine Selbstverantwortung.“ „aber ich sagte schon, ich will nicht alle drei Monate noch eine Zusatzimpfung tanken. Mein Zimmernachbar hat die Zusatzimpfung, liegt mit Grippe im Bett und bekommt dagegen Medikamente, die anderen Zwei, die mit ihm das Impfen gefeiert haben, sind nun auch krank. Aber das soll der milde Verlauf sein und die Corona Tests sind alle negativ.“ „und was ist in dem Becher, den du jeden Abend vor dem Schlafen schlucken musst?“ „oh, das habe ich gefragt.“ „und was sagte die Heimleitung?“ „das brauche ich nicht zu wissen, damit könne ich eh nichts anfangen.“ „diese Antwort kommt mir bekannt vor. Ich hatte mal im Offenen Kanal etwas zur Funktion der Geräte gefragt. Ich bräuchte das nicht zu wissen, haben die geantwortet. Ganz schön frech, und ich bezahlte noch für jede meiner Sendungen mit einem zwanziger Schein, angeblich für die GEMA. Die Hilfskräfte da bekamen gut bezahlt dagegen. Für meine eigenen Kompositionen erhielt ich zwei Euro zurück aus der GEMA Nothilfe, wegen deren Abrechnungs- System, nach prozentualer Sendezeit ging das und ist es immer noch.“ „ja, die können machen was sie wollen und ich darf nicht mal fragen.“ „das wäre ja auch noch schöner, die könnten sich verplappern, meinst du nicht?“ „naja, jetzt muss ich das Wort BOOSTER noch lernen.“ „du lernst nie aus und wirst doch nicht draus schlau.“ „das sehe ich auch so.“ „Ach, Oma!“ „was denn?“ „hier liegt ja dein Impfzettel.“ „Nee nich.“ „da steht nichts drauf in Englisch.“ „Lies mal vor.“ „Betrifft: Wunsch des Reichsmarschalls auf Beseitigung des Wortes KATASTROPHE. Vom Propagandaministerium. Ich bitte dafür zu sorgen, dass aus allen Organisationsplänen, Erlassen und Verordnungen und aus dem gesamten Sprachgebrauch das Wort KATASTROPHE ausgemerzt wird, da es sich psychologisch und politisch unerfreulich auswirkt. Ich empfehle anstelle des Wortes KATASTROPHE einheitlich die Verwendung des Wortes SOFORTHILFE. Heil... was? Dr. Goebbels? 8. Januar 44? Wir haben doch erst 22!“ „der Zettel ist von deiner Uroma. Die hat seit 33 bei Walter Blohm gearbeitet in Finkenwerder, auf der neuen Flugzeugwerft. Guck mal weiter, ob da noch was liegt.“ „ein Brief ohne Datum liegt hier, von der Gesundheitsbehörde. Da steht auch nichts drin von BOOSTERN. Die bieten dir viele Auffrischungen an, alle sechs Monate.“ „Auffrischung, das wars. Deshalb habe ich den Impfzettel weggeschmissen. Die Corona Werbung will, dass ich nicht mehr ganz frisch im Kopf bin. Dafür darf ich dann wieder ins Theater. Wie sagst du in Englisch? A nasty deal. Bist so unruhig, willst du los?“ „ja, ich muss noch was tun. Ich sag mal tschüss, Oma.“ „jo, denn man tou.“ ©W.O.T. ZipOz