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Kritik und Kunst, psychedelic underground music, Ausstellungen und tägliches Miteinander.

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DER BÜRGERMEISTER DER NACHT

 

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Foto ©Wolf O.T. ZipOz 2009, Eine absurde Geschichte. Ein Alptraum. Es ist Nacht. Der Bürgermeister hat sich zur Ruhe begeben und möchte schlafen, denn morgen will er in anstrengender Sitzung die Angst weiter nach unten prügeln. Corona hat ihm beim Wahlergebnis sehr geholfen, jetzt lässt sich delegieren. Das ist besser als Medizin, ein Arztberuf war ihm schon immer zuwider, und jetzt ist das auch noch gefährlich. Zuerst ist alles schön ruhig im Haus, doch Peter will noch mal sehen, ob alles abgeschlossen ist, die Verantwortung um sein Wohl drückt ihn dann doch, er steht wieder auf. Wirft sich den Morgenmantel über seinen Pyjama und tappt barfuß über den Flur. Da sieht er schon das Malheur: alle Türen stehen offen, unglaublich. Selbst die Haustür - wie konnte das geschehen, das ist ja fürchterlich. Vor dem Haus ein Geräusch. Ich bin Bürgermeister und ich habe die Wahl gewonnen, denkt Peter, und der kleine Zippo hat mir sogar einen Brief geschrieben, den habe ich an das Bürgerbüro delegiert, damit die nicht arbeitslos werden. So in Gedanken geht Peter noch einen Schritt vor die Haustür und will sich umschauen, als er sich von zwei kräftigen Griffen gepackt fühlt und einfach durch die nächtliche Straße getragen wird. In solchen Situationen hilft ihm die Bewusstlosigkeit, er lässt sich gleiten. Anke würde sagen, er lässt sich gehen. Nein, getrunken hat er nicht, gekifft auch nicht, Tabletten nur für gesunden Schlaf, er hat ja Verantwortung für sich und nun auch noch für die beiden Gestalten, die ihn durch die Straße tragen. Aber Peter ist noch Bewusstlos, ringt dennoch mit dem Erwachen. Ein kühler Wind streift seine lange Nase, da sind Bäume, es knackt im Gehölz. Er schaut sich um und ist im Wald bei Volksdorf. Da rauscht eine U-Bahn, aha. Dann aber flink. Ich muss nach Hause. Morgen will ich neue Verordnungen rausbringen, was meine dummen Wähler:rinnen Gesetze nennen, AHA. So früh an der U-Bahn steht die Bahnwache, fleißig fleißig. "Halt mal an, du Penner, wo willst du hin?" brüllt einer, und "bist du aus der Mülltonne gefallen?" ein anderer. "Ich bin Bürgermeister und habe die Wahl gewonnen", prahlt Peter. Ein paar große Lacher die Antwort. "So siehst du aus, dann zeig mal deinen Impfpass, ohne den kommst du hier nicht rein, deshalb stehen wir hier." Der Sprechfunk nörgelt. "Schicken Sie einen Streifenwagen, hier steht jemand ohne Papiere im Schlafanzug und will mit der U-Bahn." Einen Augenblick später, diesmal ist die Polizei schnell, weil man sie nicht braucht, steht der Streifenwagen da, und Peter bekommt - Arme auf den Rücken - Handschellen, ein Mensch im Schlafanzug ohne Papiere könnte gefährlich sein, oder Flüchtling, die kommen auch oft im Schlafanzug und ohne Papiere. Auf der Wache nun der arme Peter ohne Pass. "Wie heißen Sie?" "Peter." "Nachname?" "Tschent..." "das kann man ja gar nicht buchstabieren." "Tscha, deshalb bin ich gewählt worden." "Sie sind was bitte?" "Ich bin Bürgermeister." "Fangen wir nochmal an. Wie ist Ihr Nachname?" "Tsche..." "Che Guevara? Ach." "Nein, Tschen..." "TSCHECHIEN! Ach so, also ein Flüchtling vermutlich." "Nein, nein, ich bin Bürgermeister und habe morgen einen harten Tag vor mir, ich muss Verordnungen erlassen." "Sie können einen Pfleger gebrauchen, der gibt Ihnen eine Spritze, ich rufe für Sie extra die Ambulanz." Einen Moment später wird Peter schon mit Blaulicht nach Ochsenzoll gebracht. Diagnose: er hält sich für den Bürgermeister und will Gesetze erlassen. Peter bekommt eine Beruhigungs- Spritze und wird auf ein Bett gefesselt, damit er sich nicht gefährden kann. Er tobt noch eine Weile, schlägt um sich und wacht schweißgebadet auf: er ist zu Hause. Sein erster Gedanke: ich muss heute ein paar Gesetze erlassen, die für den Öffentlichen Nahverkehr gelten. ©W.O.T. 2022 Next: Hamburg stinkt! Jedes Bürgel das Toilettpapier. (Ich versuche, den Gender - Nationalismus zu umgehen)

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G
Nundenn ... keine Ahnung, wie groß dein Fan-/Leserkreis ist ...<br /> Immerhin hat er es nun bis in die FB Seite von Sieglinde Baumert( GEZ Widerstandskämpferin) geschafft ,<br /> dort verlinkt zu werden ;-)
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