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Kritik und Kunst, psychedelic underground music, Ausstellungen und tägliches Miteinander.

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Die 'Esso - Häuser', und wir MieterInnen.

 

Augenzeugen nach wurden MieterInnen, die nach einer Woche in ihre Häuser zurück wollten, von der Polizei niedergeknüppelt. In den Medien hieß es dann, es seien Demonstranten. Kann sich unsere Demokratie Lügen und Verschleierungen leisten, die so erheblich von objektiver Berichterstattung abweichen?

Wenn jeder glaubt, nur Pflichtgemäß tätig sein zu müssen, wird Verantwortung verschoben wie Geldwäsche, bis nicht mehr zu erkunden ist, wer wo was veranlasst hat. Wer amtliche oder politische Verantwortung errungen hat, tat es meist nicht ohne den Hintergedanken, dabei in erster Linie das eigene Wohlergehen zu steigern. Ihre Werbevokabeln sind Kompetenz, Nachhaltigkeit und Verantwortung, nennen wir sie nachfolgend die KompetenzlerInnen.

Die KompetenzlerInnen sind eine Gruppe von Scheinheiligen, die mit Kompetenz werben. Ihr Streben nach Verantwortung bedeutet nicht dieses angestrebte Fach im wirklichen Sinne, sondern Verantwortung als Zweck, als Mittel zur Macht: für diese Menschen ist Verantwortung ein willkommener Schlüssel, um ihre Mitmenschen Einschüchtern zu können, mehr noch: es ist ihr neues Werkzeug, um in einer Demokratie Menschen zu terrorisieren oder zu willigen Handlangern zu machen. Die Verantwortung wurde benutzt, um die Esso - Häuser an der Reeperbahn zu stürmen und Menschen niederzuknüppeln.

Was wird uns Mietern da erzählt?

Als Mieter sind wir lebenslange Schuldner derjenigen, die Eigentum besitzen. (so die Auskunft von Mieter helfen Mieter, MhM)Die MieterInnen werden beim Verkauf der Mietshäuser mit verkauft als lebendes Inventar, das Rendite garantiert, für die Immobilienwirtschaft ein ganz normaler Vorgang.

Wenn MieterInnen zu wenig Rendite bringen, sinnt die Immobilienwirtschaft auf 'Nachhilfe', von der Art, die eine monetäre Demokratie gerade noch zulässt. Wenn aber alle Prozesse versagen, dann erleben wir, was gerade mit den MieterInnen der Esso - Häuser geschieht. Sie werden einfach aus ihren Wohnungen geknüppelt.

Die Meinungsfreiheit der Demokratie gestattet ihnen, sich auf der Straße die Beine zu vertreten, in Turnhallen und Hotels unter zukommen.

 

Herr Olaf 'Brechmittel' Scholz, diese Zusatzbezeichnung ist 2002 entstanden, als derselbe in Funktion des Innensenators mittels einer Brechmittel - Verordnung ein Menschenleben nicht nur gefährdete, sondern dafür mitverantwortlich war, denn ein Afrikaner musste Brechmittel schlucken und wurde damit getötet, und das in Hamburg, nicht im Kongo: den Kommentar von O. Scholz hätten Sie mal hören sollen! Dessen Karriere schien damit besiegelt, aber der SPD fehlte es an einer entschlossenen Mannschaft zur Wahl, wie schon an den Hamburger Wahlplakaten abzulesen war.

Nun kann es mit einer Karriere nicht mehr weiter gehen, wenn eine Kohorte Polizisten mit gezogenen Knüppeln und Helmen im Design der Star Wars Filme auf die Mieter der Esso - Häuser losgeht, die nichts weiter wollen, als in ihre Häuser zurück, wo sie alles, was sie besitzen, zurücklassen mussten. Auch diese Polizisten sind doch nicht so reich, dass sie die Interessen der immer frecher werdenden Immobilien - Kaufleute schützen müssen. Was sagt der Bund kritischer Polizisten dazu?

Was gibt es für einen Grund, dem Brechmittel – Vertreter Olaf O. die Stange zu halten? Einfach, denn in Hamburg hat die SPD zur Zeit die Mehrheit. Mag auch eine rechte Minderheit innerhalb des Parteiflügels Brechmittel befürwortet haben, die Affäre liegt schon mehr als eine Dekade zurück, in 10 Jahren sind zehn Sommer voller Gras darüber gewachsen. Aktuell sind die Esso Häuser, wenn auch in weiteren zehn Jahren kein Mieter dorthin zurück dürfen wird, eben eine rechte Rendite – Angelegenheit. Nein, der Grund ist zu einfach: Es gibt zur Zeit in der SPD niemanden, der sich als Bürgermeister präsentieren kann. Und die Esso – Häuser?

Schließlich - wenn es ein wütender Handwerker war, der in der Tiefgarage mit seiner Abrissmaschine gegen die Wände donnerte, um endlich 'loslegen' zu können, so sehen wir doch, dass die Häuser nicht zusammengebrochen sind, also? 90 Mieter klagen gegen Bezirksamt und der Immobilien - Firma, da verspekuliert sich die Hausbau, denn das bezahlt ihre Eigentümer - Versicherung dann doch nicht alles. Das Bezirksamt, das bei der Mieter - Verschleppung in die Struensee Turnhalle und zur Auffüllung des Hotel - Leerstandes assistierte, soll zahlen? Wird es nicht. Es gibt nur 35 Euro pro Tag für jeden, das sind billigste Hotels, oder dürfen Mieter aus den Esso – Häusern nun im Hotel Atlantic übernachten, wie ein gewisser Vertragsmusiker, der in den Lautsprecher – Anlagen der Hamburger U-Bahn als „Euer Udo“ einige Fahrgäste belästigte, denen es schnurzpiepegal war, wer von den Udo's der ihrige sein wollte. Das Problem vieler Mietshäuser ist die auf Profite blickende Immobilienverwaltung.

Eine Personalunion von Immobilien - Firma und Hausverwaltung erfüllt nicht die Belange der MieterInnen in erster Linie. Es sollte verboten werden, dass eine Immobilien - Firma gleichzeitig die Hausverwaltung macht; aber das ist es ja gerade, wo hier die Interessen liegen. Der lebende Bestand der Häuser sorgt für die Geldvermehrung der Hauseigentümer. Und Doppeljobs gibt auch die politische Arbeit: Andy Grote MdHB "Vergeben Sie 5 Kreuze an ihren Kandidaten auf der WAHLKREISLISTE", für Andy Grote natürlich, und die SPD Hamburg-Mitte hat für Sie ein kostenloses Wahltaxi eingerichtet. Melden Sie sich einfach bei uns uns und wir fahren Sie am 20.Februar in Ihr Wahllokal." (aus der Wahlwerbung der SPD HH - Mitte) Nun wurden die Mieter der Esso - Häuser kostenlos aus ihren Wohnungen entfernt. Eine traurige Demokratie ist das. Nur das alle das wissen, nützt natürlich gar nichts.

Endlich wissen aber die MieterInnen, warum wieder ein Notköfferchen gepackt werden soll: Nicht wegen feindlicher Bombenangriffe oder Naturkatastrophen, sondern für die Immobilienverwaltungen, und wenn ihnen erlaubt wird, überhaupt einen Koffer mitnehmen zu dürfen, dann sei der Inhalt das, was sowieso überall verfügbar ist – Verbandszeug, Bindfaden, Unterwäsche.

 

Mieter helfen Mieter (MhM) wird nun den 90 Mietern aus den Esso- Häusern nicht helfen, 90 Prozesse zu führen auf Herausgabe des Eigentums dieser Menschen. Es werden nur Pauschalen gehandelt, das kommt billiger. Und billig wurden diese MieterInnen verkauft: Erst ramponierten Handwerker 3 Balkons, damit die Öffentlichkeit den Eindruck bekomme, die Häuser sehen schlecht aus. Dann wurde verlautbart, den MieterInnen wird großzügig eine Monatsmiete erlassen, so mit dem sozialen Geruch behaftet, wird in die Öffentlichkeit die Meldung lanciert, ihr Sperrmüll wird demnächst 'entsorgt', so bekommt die Öffentlichkeit nicht mit, das da Menschen mit Möbeln wohnten: stellen wir uns nur vor, Andy Grothe kommt nach Hause und seine Wohnung ist leer. Oder besser noch: Olaf Scholz kommt von einer Reise zurück und ihm wird nur mitgeteilt, der Sperrmüll sei bei ihm zu Hause gewesen und hätte alles abgeholt. Ist ja doch nur Sperrmüll, was die Menschen besitzen. Alte Geräte, alte Möbel, den Wert erklärt die Immobilienverwaltung: Ihr Eigentum gegen das Eigentum der MieterInnen. Da ist ein Job wertvoller, ein Job als Gleichstellungsbeauftragter.

Diese Verkaufs – Strategie von Eigentümer zu Eigentümer zum Abriss übertrifft alles, was sich Werbeagenturen in langen Meetings ausgedacht haben. Eigentümer und Ämter machen sich gern Weihnachtsgeschenke in Form von Abmahnungen, Mahnungen Mieterhöhungen und Bußgeldbescheiden, den Adressaten wird ein Weihnachtsessen spendiert bei Alimaus, in der Heilsarmee, und am Mitternachtsbus. Dort gibt es für das Entnommene aus den Wohnungen ein paar warme Socken, Kekse, die Tube Zahnpasta und Rasierklingen.

Frohe Weihnachten und rutscht nicht aus!

ZZ

 

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